Mittwoch, 31. Dezember 2014

Bang bang - oder wie man Silvester überlebt

In ein paar Stunden ist es soweit: wir haben wieder ein Jahr überlebt.
Was das neue Jahr angeht, wünsche ich euch, dass es gefüllt sei mit positiven Überraschungen, mit Träumen (die sich erfüllen) und einer guten Portion Wahnsinn. Ich wünsche euch Dinge die euch begeistern & fesseln - sei es ein gutes Buch, eine spannende neue Bekanntschaft oder andere schöne Dinge. Macht es wie dieses Jahr und fangt an zu schwimmen, wenn das Leben meint euch eine Sintflut zu schicken. 

Und was die Vorsätze angeht, die man sich immer macht - hört auf euch selbst zu belügen oder dem dummen Massenhype zu folgen, sondern tut was euch glücklich macht und ändert was euch daran hindert. Auf dass ihr heil ins neue Jahr kommt - cheers, ihr Lieben! 


Keep calm & sparkle on.

- Grace

Sonntag, 28. Dezember 2014

[SoS] Sounds of Sunday: Matisyahu

Wo ich ihn einordnen soll ist mir immernoch ein Rätsel, aber genau das ist es, was ich an ihm liebe. Er revolutioniert und führt gleichzeitig zurück zum Kern der jeweiligen Musikarten - ob Hip Hop, Reggae oder Rock. 

Mit seiner Musik versucht er eine Brücke zur Modernen zu schaffen, indem er Metaphern des traditionellen Judentums einbaut und sie damit in einen kontemporären Kontext bringt.
Ob nun mit Rauschebart, Kippah und Peot oder glattrasiert und mit moderner Wuschelfrisur - dieser Mann lebt seine message und diese Authentizität leuchtet.

Ich weiß noch, wie ich "king without a crown" 2005 in Kanada gehört habe & mir dieser Text und der Style nicht mehr aus dem Kopf ging. Seit damals verfolge ich seine Karrerie und bin froh, dass er sich nicht vollkommen zurück gezogen hat und uns immer wieder mit seinen wunderbaren Touren erfreut. Er singt/rappt in English, Hebräisch oder auch auf Jiddisch, was ihn erst recht interessant macht für mich!

2014 brachte er als Support Act für Adel Tawil den track "Zuhause" raus. Abgesehen davon muss man sich einen Auftritt von ihm unbedingt ansehen - ich mein, hey - wer einen Disco Dreidel erleuchten lässt und andere abgefahrene Lichtshows Teil seiner Arbeit nennen kann, der ist den Eintritt auf jeden Fall wert.


Sein 2014 erschienenes Album "Akeda" hat einen deutlichen Dancehall Einfluss, aber mir gefällt's. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber wenn ich dieses Album durchlaufen lasse, dann fühle ich mich, als ob ich wie in der Meditation "gesäubert" werde. Ein richtig interessantes Gefühl. Man fühlt sich geerdet und zufrieden, sobald man das ganze Album durch hat. Im Vergleich zu seinen vorigen Alben fühlt es sich an, als ob er dieses Mal sein Innerstes nach Außen gekehrt hätte - und das macht dieses Album erst recht besonders hörenswert. "Reservoir" ist bis jetzt einer meiner Favoriten. Ich würde es als Dylan-esque beschreiben. Versteht ihr was ich damit meine? Als ob man durch seine Erinerungen wandern würde - durch alle Höhen und Tiefen und irgendwo dazwischen Dankbarkeit/Zufriedenheit findet. Und eigentlich zieht sich dieses Gefühl, auf eine Reise geschickt zu werden, für mich durch das ganze Album.
Fun fact: akeda bezieht sich auf das gebunden werden/sein. Als Abraham seinen einzigen Sohn an einen Stein band und ihn Gott opfern wollte (wie es ihm befohlen wurde). Es geht um Abrahams starken Glauben und seine Belohnung, indem er bereit war das Wichtigste in seinem Leben zu geben. Es ist wie das Leben als Künstler. Man wird von einer Muse oder einem Gefühl getrieben, auch wenn man nicht weiß wie es ausgehen wird, man folgt diesem Gefühl und vertraut darauf. Meiner Meinung nach ein äußerst passender Name für dieses wunderschöne Album.

Zum Schluss noch ein Schmankerl: "redemption song" vom großen Bob als Cover inkl. beatbox Einlage.


You're like water for my soul, when it gets thirsty. 

- Grace

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Joy to the world - oder wie ich Weihnachten erlebe

Das Jahr neigt sich dem Ende zu & ich muss sagen, dass das Leben trotz einiger krasser Tiefpunkte doch sehr gnädig zu mir war.


Ich bin dankbar, dass ich das Pub nicht nur meine zweite Heimat nennen kann, sondern dort auch so etwas wie meine zweite Familie gefunden habe. Menschen, die die Liebe zur Musik mit mir teilen & denen es genauso viel Freude schenkt ein paar Stunden zusammen zu verbringen.
Ich fühle mich so unendlich gesegnet, da ich so lange nach dieser Art von gathering und dem spirit der diesen innewohnt gesucht habe. Sie sind mein persönliches Weihnachtswunder.

Meiner einer muss "leider" die Feiertage über in der Klinik arbeiten, aber das macht mir gar nicht so viel aus, denn ich kann den Patienten ein bisschen Weihnachtszauber bringen & Weihnachtslieder für sie singen oder mit meinem Rentierhaarreif bei der Essensausgabe für ein Lächeln in ihrem Gesicht sorgen...Viele von ihnen wären eigentlich allein daheim, wenn sie nicht im Krankenhaus wären, deswegen hat es auch etwas tröstliches, wenn jemand bei ihnen ist und diese besonderen Tage mit ihnen verbringt.

Und was die bombastisch guten Gutzles (schwäbisch für Plätzchen) angeht, da kriegen wir Pfleger auch viele geschenkt, sodass ich eher darauf achten muss nicht zu viele zu essen, damit ich nicht nach Hause rollen muss...Wenn man das Positive an einer Situation sucht, dann findet man es auch ;)

Ich wünsche euch alles Liebe & besinnliche Tage - am besten im Kreis der Liebsten.

Und was meine Wohnungsdekoration angeht kann ich nur sagen:
Früher war mehr Lametta! 

- Grace