Posts mit dem Label Literatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Literatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. Februar 2016

[Poem] Still I rise

written by Maya Angelou

You may write me down in history 
With your bitter, twisted lies, 
You may trod me in the very dirt 
But still, like dust, I'll rise.

Does my sassiness upset you? 
Why are you beset with gloom? 
'Cause I walk like I've got oil wells 
Pumping in my living room.

Just like moons and like suns, 
With the certainty of tides, 
Just like hopes springing high,  
Still I'll rise. 

Did you want to see me broken? 
Bowed head and lowered eyes? 
Shoulders falling down like teardrops. 
Weakened by my soulful cries. 

Does my haughtiness offend you? 
Don't you take it awful hard 
'Cause I laugh like I've got gold mines 
Diggin' in my own back yard. 

You may shoot me with your words, 
You may cut me with your eyes, 
You may kill me with your hatefulness, 
But still, like air, I'll rise. 

Does my sexiness upset you? 
Does it come as a surprise 
That I dance like I've got diamonds 
At the meeting of my thighs? 

Out of the huts of history's shame - I rise.  
Up from a past that's rooted in pain - I rise. 
I'm a black ocean, leaping and wide, 
Welling and swelling I bear in the tide.

Leaving behind nights of terror and fear - I rise.  
Into a daybreak that's wondrously clear - I rise.  
Bringing the gifts that my ancestors gave, 
I am the dream and the hope of the slave.  

I rise. 
I rise. 
I rise.




Maya Angelou ist eine meiner liebsten Federführerinnen & ich kann mich auch nach Jahren nicht an ihren Werken satt lesen beziehungsweise hören. Sie ging 2014 von uns und dieser Verlust war zumindest aus meiner Sicht deutlich zu spüren. Als glänzendes Vorbild vor allem für afro-amerikanische Frauen hat sie durch ihre Resilienz einen Standpunkt, beziehungsweise eine Basis, für die weibliche Sicht - innen wie außen - auf die Geschehnisse dieser Welt geschaffen.

Ihre Autobiographie "I know why the caged bird sings" brachte ich mehr als nur einmal zum weinen, so schön und traurig ist es zugleich. Dies war nur der Anfang einer siebenteiligen Autobiographie Serie, die sich auch einen eternal Platz in meinem literarischen Herzen verdient hat. Ich kann es jedem nur empfehlen - ob nun Feminist oder nicht. Nein, ich maße mir sogar an, dass jeder bei klarem Menschenverstand sich mindestens eins ihrer Werke zu Gemüte führen sollte. Man kann dabei nur gewinnen.

Kennt ihr eines ihrer Werke? Habt ihr auch eine Meinung dazu? Wenn ja, dann würde es mich freuen eine Anekdote von euch zu hören :)

- Grace

Dienstag, 26. Januar 2016

[Poem] Invictus

by William Ernest Henley 

Out of the night that covers me,
   Black as the pit from pole to pole,
I thank whatever gods may be
   For my unconquerable soul.  
In the fell clutch of circumstance
   I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
   My head is bloody, but unbowed.  
Beyond this place of wrath and tears
   Looms but the Horror of the shade,
And yet the menace of the years
   Finds and shall find me unafraid.  
It matters not how strait the gate,
   How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate,
   I am the captain of my soul.



Mr. Henley schrieb dieses Gedicht, als er im Krankenhaus lag und vor eine schwere Entscheidung gestellt war: das Amputieren seines Fußes. Und auch Nelson Mandela schöpfte in seiner Gefangenschaft unglaublich viel Kraft aus diesem Gedicht.
Selbstredend wage ich es nicht meine perils mit denen dieser Männer zu vergleichen, aber jeder steht mindestens einmal im Leben vor einer schwierigen Prüfung und in solchen Momenten fand auch ich Zuversicht und Mut - fast schon Trost - als ich dieses Gedicht las. So ist es nun ein treuer Begleiter für mich und wächst mir mit jedem Jahr mehr ans Herz. Ich liebe es so sehr, dass ich mir das Wort "invictus" als Sinnbild all dessen & mehr als Tattoo eines Tages stechen lassen werde.

Ich hoffe, dass dieses Gedicht auch euch ein treuer Begleiter wird oder euch zumindest für die Zeit in der ihr es lest voll Hoffnung erfüllt. Und, dass es ein würdiger Ausgleich zu meinem verpasstem [Mellow Monday] von gestern ist ;)

- Grace

Mittwoch, 8. April 2015

[Poem] Do not go gentle into that good night

written by Dylan Thomas

Do not go gentle into that good night,
Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.

Though wise men at their end know dark is right,
Because their words had forked no lightning they
Do not go gentle into that good night.

Good men, the last wave by, crying how bright
Their frail deeds might have danced in a green bay,
Rage, rage against the dying of the light.

Wild men who caught and sang the sun in flight,
And learn, too late, they grieved it on its way,
Do not go gentle into that good night.

Grave men, near death, who see with blinding sight
Blind eyes could blaze like meteors and be gay,
Rage, rage against the dying of the light.

And you, my father, there on the sad height,
Curse, bless, me now with your fierce tears, I pray.
Do not go gentle into that good night.
Rage, rage against the dying of the light.




In der High School und auch im Gymnasium wurden wir oft gefragt, was der Schriftsteller sich dabei gedacht hat. Honestly? Die einzig wahre Antwort darauf ist: Ich weiß es nicht - ich kann keine Gedanken lesen. Ich kann mir nur vorstellen was ein Schriftsteller sich dabei gedacht hat oder ein Schriftstück interpretieren, aber im Endeffekt kann ich nur lesen, was er tatsächlich geschrieben hat.
Manchmal geben uns Schriftsteller Hinweise oder klären uns darüber auf, was sie sich gedacht haben, aber meistens bekommen wir auf diese spezielle Frage keine Antwort.

Warum aber blieb dieses Gedicht bis heute so ausdrucksstark? Warum bleibt es immer noch nach mehrfachem lesen fesselnd?
Die Form allein - Villanelle - ist magisch & besteht aus 19 Zeilen die jeweils in sechs Strophen eingeteilt sind. Die ersten fünf Strophen bestehen aus drei Zeilen und die letzte Strophe aus vier. Das Schöne dabei ist, dass die erste Zeile der ersten Strophe die letzte Zeile der zweiten und vierten Strophe ist. Und die dritte Zeile der ersten Strophe dient als letzte Zeile der dritten und fünften Strophe. Fast wie ein Hefezopf. Ich muss sagen, dass ich ein Fan dieser Schreibweise bin. Thomas hat immer sehr viel Wert auf den Klang der Wörter gelegt und das merkt man besonders an diesem Gedicht.

Was mit "good night" & "the dying of the light" gemeint ist, sollte uns allen auffallen: der Tod. Die Idee, dass der Tod eine gute Nacht sein soll ist für den Vater - einen Atheist - eine interessante Wahl.
Ich könnte grad so weiter machen und eine volle Gedicht Analyse inklusive Interpretation hinklatschen, die sich dann irgendein Schüler für sein Referat klauen kann, aber das lass ich lieber sein. Beware of the wall of text!

Dieses Gedicht ist für mich nicht nur amazing, sondern liegt mir auch seit Interstellar (schaut euch unbedingt diesen Film an!) noch mehr am Herzen. Dort wurde es passend zur story perfekt in einer gekürzten Version insziniert. Einfach genial.


Rage, rage against the dying of the light.

- Grace